Seit dem Jahr 2015 wird im Rahmen des Jahreskongresses der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP) ein Luc Ciompi gestifteter Preis verliehen für wertvolle wissenschaftliche Arbeiten zu den Wechselwirkungen zwischen Emotion und Kognition und deren Konsequenzen für das Verständnis und die Behandlung von schizophrenen Psychosen. Der Preis kann auch für Publikationen aus anderen Sachgebieten verliehen werden, welche zur Verifizierung oder Falsifizierung der Hypothesen beitragen, die in Ciompis Konzept der Affektlogik zur Logik des Zusammenwirkens von Fühlen und Denken formuliert sind.
Das Preiskomitee hat unter Leitung von Prof em. L. Ciompi zum Jubiläumskongress SGPP 2021 angesichts einer Vielzahl hochkarätiger Bewerbungen den Preis aufgeteilt und zwei wissenschaftliche Arbeiten von Schweizer Forschenden prämiert sowie einen Anerkennungspreis für die Beschreibung einer langjährigen sozialpsychiatrischen Begleitung ausgesprochen.
Die Preisverleihung fand wegen des diesjährigen online–Formates des SGPP Kongresses im Vorfeld statt und wurde aufgezeichnet.

der Forschungsergebnisse in die therapeutische Praxis heraus. Bei der folgenden Diskussion, die sich v.a. um die Frage drehte, warum dennoch nicht mehr Soteria-Einrichtungen existieren, wurden v.a. die weiterhin unzureichende Datenlage, mit der eine Überlegenheit von Soteria gegenüber der herkömmlichen Klinikbehandlung nachgewiesen werden kann, sowie ökonomische und strukturelle Zwänge als Hinderungsgründe identifiziert. Dennoch endete die Veranstaltung mit einem vorsichtig optimistischen Ausblick und der von allen Beteiligten geäußerten Hoffnung, dass in nächster Zeit weitere Soteria-Einrichtungen initiiert werden. Insbesondere die Tatsache, dass nach der Charité in Berlin nun mit dem ZI Mannheim eine weitere Universitätsklinik eine Soteria eröffnet hat, wurde als positives Signal für die Zukunft der Soteria-Idee gewertet.